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Facebook-Werbung

10. Juni 2013, Manfred Rebentisch

Immer wenn ich Facebook aufrufe, wird Werbung für mich eingeblendet. Ich weiß nicht, warum die Facebook-Logig zum Schluß kommt, dass ich mich für "sexy Frauen" interessieren könnte, aber ich bekomme nur halbseidene Anzeigen zu sehen. Ich weiß nicht, was Sie zu sehen bekommen, aber in einem solch unseriösen Umfeld möchte ich nicht werben.

Komplex

9. April 2013, Manfred Rebentisch

Als ich jung war, wurden Atomkraftwerke gebaut während abertausende von Menschen dagegen protestierten. Kritiker lehnten die Technik als letztlich nicht beherrschbar ab. Nach Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima braucht man dem ja nichts mehr hinzuzufügen. Aber wir sind noch nicht fertig mit dem Thema. Wenn ich heute höre, dass man alleine für die Endlagersuche noch bis zu 40 Jahre veranschlagt, verschlägt es mir die Sprache.

Nach den Atomkraftwerken erfanden die großen E-Player die Riesen-Windkrafträder, die im Meer stehen sollten. Kritiker nannten schon vor 30 Jahren diese Vorhaben Projekte, die scheitern müssen - zu komplex.

Es gibt sicherlich ziemlich mächtige Interessen, Projekte von gewaltiger Komplexizität durch zu peitschen. Und sicherlich ist schwierig, zwischen Fortschritt und Wahnsinn zu unterscheiden. Aber ich halte zwei Dinge dabei für unverzichtbar wichtig: 1. Einfache und verständliche Systeme müssen grundsätzlich bevorzugt werden und 2. kritische Stimmen müssen beachtet werden.

Satt, Müde, Lustlos

3. April 2013, Manfred Rebentisch

Ich wüßte gerne, ob meine Beobachtung allgemein gültig ist, vielleicht - ja gerne! - irre ich mich. Ich sehe, dass Unternehmer und Selbständige keine Lust mehr auf offene Diskussion haben. Bei XING, Facebook und Google+ sehe ich nur verkäuferische Statements, Eigenwerbung verpackt in pseudowichtigen Themen. Die meisten XING-Foren sind tot. Doch damit nicht genug, scheinen alle auch müde zu sein und wollen von neuen Dingen nichts mehr wissen. Neue Internetplattformen werden nicht einmal angeschaut. Unternehmer und Selbständige wollen einfach nur Kunden oder Lieferanten finden - und ja, auch mit ihnen kommunizieren. Facebook oder Google+ geschäftlich nutzen fällt allen schwer, ist schwer, macht niemandem Spass. Und der Aufwand lohnt vielleicht nur für die großen Markenanbieter. Geschäftsinhaber bekommen jeden Tag zu Hauf Angebote, wo sie überall werben können sollen. Nicht nur Prospekte, vor allem jede Menge Internetplattformen, die von Werbung leben wollen. Satt, sie sind einfach nur satt. Oder sie haben es satt.

Weltweit werden hauptsächlich nur noch vier Internetplattformen genutzt: Google zum Suchen, Facebook für die private Kommunikation, Amazon zum kaufen und Ebay für gebrauchte Sachen. Achja, Apple noch für die Musik.

Diese großen Anbieter wollen uns führen und an uns verdienen. Aber wenn Amazon 50% des Verkaufspreises als Provision (bei Büchern) nimmt, dann bleiben unten die Autoren auf der Strecke.

Wenn Sie der Meinung sind, dass es auch anders ginge, sollten Sie auch andere Plattformen nutzen. Ganz einfach. Oder ins Ladengeschäft gehen!

86400

2. April 2013, Manfred Rebentisch

Heute rechnen wir, dass ein Tag genau 86400 Sekunden hat. Wir Software-Entwickler gehen davon aus, dass wir selbstverständlich auch in Nanosekunden rechnen können, dass ein Nichtschaltjahr 365*86400 Sekunden hat und rechnen am Zeitstrahl vor und zurück. Ich frage mich manchmal, morgens im Bett wenn die ersten Sonnenstrahlen kitzeln, was passiert, wenn die Zeit korrigiert werden muß. Dann sind es vielleicht 86401 oder 86399.5 Sekunden pro Tag. Eine lustige Vorstellung, nicht wahr? Da ich nicht verstehe, wie stabil die Hyperfeinstruktur-Übergangsfrequenz im Grundzustand des Caesiumatoms ist (siehe Geschichte der Zeiteinheit) kann ich nur hoffen, dass wir auch in Zukunft mit 86400 Sekunden pro Tag rechnen können.

Filme auf der Website einbinden

25. März 2013, Manfred Rebentisch

Sucht man im Internet nach hilfreichen Tips zur Einbindung von Film auf der eigenen Website, dann findet man unglaublich viele Links. Neben der üblichen Spreu findet sich wirklich manch wertvolle Quelle. Denn einen Film auf die Website zu bringen, kann unglaublich aufwendig werden.

Wer die JavaScript-Library jQuery einsetzt, kann es sich einfach machen und orientiert sich an der Methode von flowplayer.org. Dort ist alles beschrieben und ich denke, es wäre blöd, es hier abzuschreiben.

Ich selbst setze keine jQuery-Library ein - also habe ich ein Problem. Ich muß mich erstmal entscheiden:

  1. Video-Einbindung mit massiven JavaScript-Einsatz
  2. Video-Einbindung mit HTML5 und Fallback für alte Browser

Ich habe mich zunächst intensiv damit beschäftigt, die zweite Variante umzusetzen. Warum so viel Zeit vergeuden, wenn der neue HTML-Standard das ganze Theater mit dem <video/> Tag erledigt? Die erste Variante beschreibe ich vielleicht noch ein andernmal; sie bedeutet, die gesamte Ereignissteuerung selbst zu übernehmen, dabei alte IE-Browser zu berücksichten, neueste iPhones und ältere iPads, Android-Geräte - naja und überhaupt: sämtliche Macken der Browser dieser Welt.

Ich folge also dem HTML5-Standard und akzeptiere ersteinmal einige Browser-Macken. Ich habe folgende ausgewählte Links gefunden, die das Thema gut behandeln:

Eine Seite, die ich mir als sehr gut gemerkt hatte, ist http://diveintohtml5.com/video.html. Doch vielleicht wird Sie auch bei Ihnen nicht erreichbar sein ("Because of hard servers CPU usage, domain will stay limited and unavailable for the next 24 hours.").

Konkretes Beispiel: ich habe den Film "Test.mp4" und lege den auf dem Server in das Verzeichnis "video". Ich habe ferner vorbereitet:

  1. Ein Vorschaubild Test.jpg
  2. Eine Konvertierung in das OGG (Theora) Format mit der Datei Test.ogg
  3. Eine Konvertierung in das WEBM Format von Google mit der Datei Test.webm
  4. Eine Konvertierung des Original-Films in mp4 (Test.mp4)

und dabei alle Filme im gleichen Format (hier 374x210 Pixel). Übrigens erlaubten meine Konvertierungstools HandBrakeCLI, avconv und ffmpeg2theora keine ungeraden Zahlen: 375x211 Pixel geht nicht.

Dann sieht die einfachste HTML5-Einbindung so aus:

<video tabindex="0" poster="/video/Test.jpg" controls="controls" height="210" width="374" >
<source src="/video/Test.mp4" type="video/mp4">
<source src="/video/Test.ogg" type="video/ogg">
<source src="/video/Test.webm" type="video/webm">
</video>

Damit bleiben zum einen erstmal alle Browser außen vor, die kein HTML5-Video können. Und ich lebe mit dem Umstand, dass einige Browser den Film sofort vom Server laden (Google-Chrome), obwohl kein "preload" Attribut angegeben wurde (das Attribut preload="none" hilft auch nicht). Damit nun auch die alten IE-Browser bedient werden können, habe ich mir das Flash-Programm flowplayer in einer älteren Version besorgt (die neue Version benötigt jQuery) und habe das Flash-Plugin auf dem Server in das Verzeichnis "swf" gepackt.

<video tabindex="0" poster="/video/Test.jpg" controls="controls" height="210" width="374" >
<source src="/video/Test.mp4" type="video/mp4">
<source src="/video/Test.ogg" type="video/ogg">
<source src="/video/Test.webm" type="video/webm">
<!--[if lt IE 9]>
<object class="f16x9" style="width:374px;height:210px" 
    type="application/x-shockwave-flash" 
    data="/swf/flowplayer-3.2.7.swf">
<param name="movie" value="/swf/flowplayer-3.2.7.swf">
<param name="allowfullscreen" value="false">
<param name="flashvars" value='config={"clip": {"url":"/video/Test.mp4", 
      "autoPlay":false, "autoBuffering":true}}'>
</object>
<![endif]-->
</video>

Diese Variante gibt nur den älteren IE-Browsern das <object> Element frei (das wird mit <!--[if lt IE 9]> erreicht). Fehlt diese Klammerung, dann lädt der Firefox-Browser jedesmal das Flash-Plugin, obwohl es nicht benötigt wird.

Fortsetzung folgt

Dennis Ritchie

16. November 2012, Manfred Rebentisch

Wußten Sie, dass Dennis Ritchie nur wenige Tage nach Steve Jobs starb? Hier der Artikel auf Heise.de: Unix-ist-einfach-zum-Tode-von-Dennis-Ritchie. Nun habe ich den Jahrestag verpaßt, aber nun soll er eine Würdigung bekommen. Vielleicht säße ich nämlich heute nicht vor einem Linux-Rechner, sondern vor einem doofen Windows-System, wenn er nicht gewesen wäre? Und vielleicht müßte ich ohne ihn mit Delphi oder COBOL programmieren, statt mit C?

Content-Management

10. Oktober 2012, Manfred Rebentisch

Ein neues Dialog-System entwerfen, mit dem Anwender ohne HTML-, CSS- und JavaScript-Programmierung schöne Websiten gestalten können - das ist schon eine echte Herausforderung. Ein System, das MS-Word-Formatierungen erkennt und verwirft, das klar und nachvollziehbar funktioniert, kann nur eines sein, welches auf das Wesentliche reduziert ist. Wir müssen erkennen, worauf es ankommt und feste Strukturen vorgeben, innerhalb derer sich der Anwender (der den Inhalt verändern möchte) bewegen kann. Eine Abweichung von diesen Strukturen erfordert tiefere Kenntnisse - das war schon immer so.

Software

21. Januar 2012, Manfred Rebentisch

Am Ende gewinnen die kleinen schnellen Systeme, die man sofort und ohne Handbuch versteht. Was bleibt da schon übrig, von dem, was wir jetzt benutzen?

Plattencrash

19. Januar 2012, Manfred Rebentisch

Wenn der Datenspeicher auf dem wichtigsten Arbeitsgerät sich (wie immer unerwartet) verabschiedet, ärgere ich mich auch über den anstehenden Zeitverlust. Aber es ist eine wunderbare Gelegenheit, das System auf die neueste Version zu ziehen und den ganzen alten Ballast wegzulassen. Ach, und wie glücklich bin ich über meine Datensicherung!

Der DAU bin ich

2. Dezember 2011, Manfred Rebentisch

Wissen Sie, was ein DAU ist? Für Computerfachleute ist das der Dümmste Anzunehmende User. Viele der Profis machen sich über die Benutzer lustig, die nicht wissen, wie RAM eingebaut wird, warum man Backup machen sollte und weshalb ein Windows-PC langsam wird. Zum Glück ist jeder Profi irgendwo auch ein DAU, zum Beispiel beim backen einer Engerdiner Nußtorte. Wichtig für uns Profis ist, zu verstehen, dass wir Software und Systeme so gestalten müssen, dass Benutzer nicht über Fachidioten und Profis nicht über DAUs herziehen müssen.

Design muß sein

24. November 2011, Manfred Rebentisch

Ganz klar: Design, die Gestaltung der Form, ist das Wichtigste, um Menschen zu erreichen. Aber in 25 Jahren Kommunikation mit Kunden und Anwendern hat sich noch nie jemand langsam ein- und ausblendende Menus gewünscht, unsichtbare Links, nicht vergrößerbare Minischrift oder gar langsame Software. Sie haben immer nur Wünsche geäußert, bestimmte Funktionen nutzen zu können oder ein System intuitiv bedienen zu können - und zwar ratzfatz, so schnell wie irgend möglich.

Gerade lese ich ein Zitat von Steve Jobs dazu: "Design ist die innerste Seele aller von Menschen gemachten Schöpfungen. Zum Ausdruck kommt sie in den einzelnen äußersten Schichten eines Produktes oder einer Dienstleistung".

Frust am Linux Desktop

21. November 2011, Manfred Rebentisch

Die Software-Entwickler, die (weltweit verteilt) Linux und Linux-Desktops entwickelt haben, verdienen Lob und Anerkennung und ich habe nichts dagegen, wenn sie auch ordentlich Geld damit verdienen. Aber heute kriegen die Desktop-Entwickler meine Kritik ab.

Die neueren Desktops sind davon geprägt, mit unglaublich vielen Effekten (man nennt es teilweise auch wirklich "3D-Effekte") den Benutzer zu ärgern. Ich weiß nicht genau, welcher Spieltrieb damit befriedigt werden soll, aber das effiziente und produktive Arbeiten ist dahin.

Und es funktioniert auch vieles nicht, wie es soll. Digikam baut permanent neue Thumbnails auf und vergisst die bereits erzeugten (fünfzigtausend Thumbnail-Dateien im verborgenden .thumbnails Verzeichnis sind schnell erreicht), findet manchmal seine Datenbank nicht. KMail muckt auch jeden dritten Tag, dann geht dies nicht und jenes nicht: keine Chance, die Ursache zu erkennen. Und im Hintergrund durchforsten Dämonen die Festplatte, indizieren Inhalte von Dateien. Bei uns nutzt niemand die Index-Suche, weil wir eine strukturierte Ablage haben. Abschalten geht über einen mächtigen Konfigurationsdialog, aber der Dienst läuft weiter.

Die Anwender, die ich beobachte, kommen mit den Effekten nicht zurecht. Sie finden den Zugriff auf USB-Sticks nicht mehr, entfernen aus Versehen die Miniprogramme, mit denen Wechselplatten gemeldet werden oder lassen gleich die ganze Statuszeile mitsamt Menu verschwinden. Und sie haben absolut keine Ahnung, was sie machen sollen, wenn das Mailprogramm plötzlich nicht mehr startet.

Kollegen: Windows ist für diese Linux-Benutzer keine Alternative, MacOS für einige (ist ja auch eine Kostenfrage). Was sich einstellt ist Frust und Ärger und die Suche nach einem wirklich besseren System. Und das kommt bestimmt.

Es gibt, für die produktiv Arbeitenden, eine Pflege der KDE 3.5 Version unter Trinity Desktop Environment

Unerwünschte Minderheit

21. Oktober 2011, Manfred Rebentisch

Sollten Sie Linux benutzen, kann es sein, dass Sie auf eine Website geraten, die nicht richtig funktioniert. In Zeiten von AJAX und HTML 5 / CSS 3 und vor allem mit .NET kann das schnell mal passieren. Ich schicke den Betreibern dann manchmal eine kurze Nachricht, wenn was nicht geht. Heute bekam ich folgende Antwort auf eine solche Mail:

"Leider muss ich Ihnen, nach Rücksprache mit unserer Produktentwicklung mitteilen, dass unsere Portale lediglich für Windows und Apple Browser optimiert wurden. Da Linux fast ausschließlich von Web-Entwicklern genutzt wird, werden unsere Portale für diese auch in der nächsten Zeit nicht optimiert werden."

Soll ich nun Windows kaufen, installieren und den Internet-Explorer benutzen, nur damit ich diese Website benutzen kann? Das mache ich natürlich nicht. Diesen Web-Entwicklern sei gesagt, dass die Berücksichtigung festgelegter Web-Standards kein besonderer Aufwand ist. Ich meine, dass mit solcher Haltung die Marktposition der führenden Unternehmen gefestigt wird und Anwender daran gehindert werden, ein freies Betriebssystem zu nutzen. Huch!? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Steve Jobs ist tot

6. Oktober 2011, Manfred Rebentisch

Nun ist er gestorben, viel zu früh. Ich trauere um ihn. Aber ich weiß, daß wir bei jeder Berührung des iPhones an ihn denken.

Gedenkseite für Steve Jobs auf apple.com

Steve Jobs, Apple und der Rest der Welt

30. August 2011, Manfred Rebentisch

Ich erinnere mich noch, wie in den 80er Jahren zwei Fraktionen in einer großen Berliner Institution stritten: die Apple-Frauen gegen die IBM-Männer. Es ging auch um simple Dinge, wie das ausdrucken einer Datenliste. Die Frauen nahmen ihren Apple und druckten über eine grafische GUI sofort eine wunderbare Liste aus. Die Männer erfanden 1000 Ausreden, warum das nicht relevant ist, denn das ging einfach nicht, mit dem IBM-Computer. Man mußte erstmal etwas programmieren.

So kam ich dann zu Aufträgen und ging an die IBM-Fraktion verloren. Viel Zeit habe ich vergeudet um z.B. der IBM/DOS-Kombination eine grafische Oberfläche zu entlocken, teils mit Borlands C-Compiler, teils mit Low-Level-Assembler-Programmierung (siehe z.B. das CALAP Programm).

Steve Jobs präsentiert den Apple
YouTube-Video mit Steve Jobs

Bei IBM und Microsoft und deren Fans war Apple (mit und ohne Steve Jobs) ein böser Konkurrent. Aber letztlich haben Steve Jobs und Apple den Menschen mehr gegeben, als die anderen zusammengenommen. Schauen Sie zum Beispiel mal seine Präsentation des neuen Apple-Computers aus dem Jahre 1984 und seine Vorstellung des NeXTSTEP-Betriebssystems (Release 3) von 1991 an: [Keynote 1984 (YouTube)] und [NeXTSTEP 1991 (YouTube)].

Nun muß man sagen, die IBM-Anhänger hatten ein gewichtiges Argument: der Mac ließ sich nicht erweitern, Steve Jobs konstruierte ein geschlossenes System, bei dem niemand etwas "kaputt machen" konnte. Wie wäre die Geschichte wohl verlaufen, wenn andere Unternehmen den Mac hätten erweitern können?

Kurz und gut: das Unternehmen Apple steht bei vielen inzwischen für ein machtbewußtes Riesenunternehmen, das mit iTunes eine Notenpresse erfunden hat. Trotzallem bin ich der Meinung, dass Steve Jobs und Apple den Erfolg verdient haben. Und denkt ruhig einmal daran, wieviele seiner Produktideen gescheitert sind.

Drucken im Netzwerk

26. August 2011, Manfred Rebentisch

Ein neuer Farblaserdrucker war schnell gekauft. Dann staunte ich nicht schlecht, als es um die Einrichtung an PC und Notebook ging. Auf dem alten Debian Lenny Desktop mit KDE 3.5 mußte der Drucker zwar manuell eingerichtet werden, aber es war trotz CUPS recht übersichtlich. Auf dem Rechner mit Debian Squeeze und Unity Desktop brauchte man garnichts machen, der Drucker war einfach da und konnte benutzt werden. Auf dem Debian Squeeze Rechner mit KDE 4 war es genauso einfach: das System fand den Drucker automatisch, als ich Drucker hinzufügen wählte. Auf dem MacOS Rechner war es eher so, dass ich dachte: "ich drucke jetzt mal auf den neuen Drucker eine Seite mit Safari aus" und dann tat er es. Ganz anders dagegen auf dem Windows 7 Rechner. Ich habe nach zwei Stunden Klickerei aufgegeben, verstehen zu wollen, wie man da einen Netzwerkdrucker einrichtet. Die Dialoge führten mich ständig im Kreis und nirgends kam ich weiter.

Nachtrag: ein Jahr später habe ich es nochmal versucht, nachdem ich einen Tipp bekam: einen Netzwerkdrucker richtet man bei Windows ein, indem man einen lokalen Drucker einrichtet und dann irgendwo eine direkte Adresse eingibt. Habs mir nicht gemerkt. Hat mich zu sehr aufgeregt. Klar, wer Windows dauernd benutzt, kennt das schon.

Adressen

22. Juli 2011, Manfred Rebentisch

Meine 83-jähhrige Mutter hat Post bekommen: von den Stadtwerken am alten Wohnort, gerichtet an meinen verstorbenen Vater. Die Post war sieben Monate unterwegs, weil die alte Anschrift nicht mehr galt und der (verstorbene) Vater damit doppelt nicht ermittelbar.

Adressenserver

Nun ist das so, dass die Stadtwerke natürlich in Kenntnis gesetzt wurden, sie wurden um die Schlußabrechnung gebeten, die Todesanzeige und die neue Adresse meiner Mutter wurden übermittelt. Sie kennen das? Ach? Ich kenne das auch von fast allen großen Unternehmen. Man scheint dort zwei oder drei Adressensysteme zu verwenden und Abteilungen, die nichts voneinander wissen.

Wenn man heute (oder wie ich vor 10 Jahren) die Idee eines genialen Adressenservers in den Raum wirft, erntet man nur Hohn und Spott. Es bedarf wohl eines großen Zufalls, dafür einen Investor oder im Vorfeld bestellende Kunden zu finden. Dabei, davon bin ich überzeugt, könnte ein genialer Adressenserver viele Probleme lösen und enorme Kosten sparen.

Naja, nicht jede Idee kann realisiert werden. Obwohl, wenn ich daran denke, dass so viele XING nur als wunderbares Adressbuch benutzen, dann steckt da immer noch Potential drin.

LaTeX

10. März 2011, Manfred Rebentisch

Ich arbeite gerne mit LaTeX, weil es mir standardisierte Prozesse erlaubt und sehr viel Ärger erspart. Aber manchmal ist es auch extrem fummelig. Da Textunterstreichungen eine Unart von Word-Benutzern ist, unterstützt LaTeX das garnicht erst. Braucht man es doch mal, ist es ganz einfach gemacht:

ewlength{laenge}

ewcommand{strich}[2][.5ex]
  {settowidth{laenge}{#2}%
   makebox[0pt][l]{#2}%
   
ule[#1]{laenge}{0.15mm}}

Jetzt kommt ein strich[-1pt]{unterstrichenes Wort}.

Irgendwie bin ich grad so sarkastisch - verzeiht es mir.

Bio-Sprit

4. März 2011, Manfred Rebentisch

Die Autofahrer tanken lieber das gute alte Benzin. Ach, wenn ihr doch den Biosprit verweigern würdet, weil es ein Verbrechen an der Welt ist, nein, ihr habt nur Angst um euren Motor!

Anwender-Interessen

4. März 2011, Manfred Rebentisch

Die meisten Menschen suchen im Internet nach Informationen, gut geschriebene, verständliche, hochwertige Information. Was sie bekommen, ist Werbung, Schund und Webdesign. Nur Webdesigner suchen im Internet nach den schönsten Seiten der Mitbewerber.

Wer beruflich mit dem Internet arbeitet, will ein schnelles Internet und schnelle Websites. Wer das Glück einer schnellen Internetverbindung hat, findet aber immer noch quälend langsame Web-Anwendungen.

Was geschieht wohl bei dieser Mißachtung der Anwenderinteressen beim Mobile-Computing und beim Arbeiten in der "cloud"?

Mögen Sie Cloud Computing?

1. März 2011, Manfred Rebentisch

Um ehrlich zu sein: ich kann das nicht mehr hören. Wieder so ein Hype, denke ich, auch wenn das weltweite Netzwerk längst eine Dimension erreicht hat, die sich nur noch wenige Menschen vorstellen können.

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, den nächsten Hype selbst zu erfinden ;-)

Ich bin auf folgenden Artikel gestoßen: Wer klaut in der Cloud?. Dort findet sich eine Grafik mit dem Marktpotential für Deutschland im Jahre 2011: 564 Millionen Euro soll es betragen. Doch der Hauptteil dieses Betrages besteht aus Werbungsausgaben für Cloud-Computing.

Jaja, der IE 6

4. November 2010, Manfred Rebentisch

In den letzten 10 Jahren hat die Unterstützung des Internet Explorers 6 von Microsoft soviel Manpower von Web-Entwicklern aufgezehrt, dass man damit weltweit tausende von Cheops-Pyramiden hätte errichten können - was von der Sinnhaftigkeit her in etwa vergleichbar wäre. Ich mache das nicht mit.

War Jules Verne ein Visionär?

11. Oktober 2010, Manfred Rebentisch

Ohne Visionäre hätten wir keine Computer - und vieles andere auch nicht. Ein Visionär ist kein Erfinder, sondern jemand, der an einem Windhauch den kommenden Sturm erkennt. Wenn der Visionär gut ist, führt er uns zu seiner Vision. Aber wir halten Visionäre meist für Fantasten und haben das verständliche Problem, Spinnerei und Vision trennen zu müssen.

Ja, der Visionär wandelt auf einem schmalen Grad zwischen Anerkennung und Irrenhaus. Jules Verne, der Auto, U-Boot und Luftschiff „fantasierte“, sagte 1902, dass diese Dinge schon zur Hälfte dagewesen seien. Er habe nur eine Fiktion aus dem entwickelt, was eine Tatsache werden mußte.

Dann sagen wir mal: er war ein Visionär. Und: achten Sie auf die Visionäre von heute!

Immer mobil

5. August 2010, Manfred Rebentisch

Meine Frau meint, ich ziehe mein iPhone schneller als Lucky Luke seinen Colt. Tatsächlich läßt sich das Teil kaum noch aus meinem Leben wegdenken, da ich überall und jederzeit Informationen bekommen kann. Eines Tages wird es selbstverständlich sein, dass wir mit dem iPhone Rechnungen schreiben und die Buchhaltung machen. Aber noch amüsieren wir uns nur mit dem Navigator in Sackgassen ("Ha, es nutzt doch was!") oder beim Nachschlagen mit der Wikipedia-App.

Ressourcen verbrauchen?

28. Juli 2010, Manfred Rebentisch

Der Tag wird kommen, wo die Verschwendung von Ressourcen nicht mehr durch Profit belohnt wird. Heute werden die wahren Kosten der Umweltverschmutzung nicht in Rechnung gestellt, doch das wird sich in absehbarer Zeit ändern. Wenn Server-Software ressourcen-schonend entwickelt wird, macht sich das in der Energierechnung deutlich bemerkbar. Dabei wollen wir Vorreiter sein.

Ethisch handeln?

21. Juli 2010, Manfred Rebentisch

Ich freue mich darüber, dass es immer mehr Unternehmer gibt, die ethisch korrektes Verhalten leben. Auf faires unternehmerisches Handeln mit weit vorausschauendem Aspekt lege auch ich seit langem großen Wert. Aber was  ist eigentlich "ethisch korrekt"? Vielleicht unsere Art von Nachhaltigkeit: langfristige Wartbarkeit der Software  und Ressourcen schonende Programmierung? Oder unser Bestreben, kleinen Firmen jene technischen Möglichkeiten an die Hand zu geben, die sonst nur große Unternehmen nutzen können? Schreiben Sie mir Ihre Gedanken dazu: mrebentisch@comparat.de

Unsere postmobile Gesellschaft

15. Mai 2010, Manfred Rebentisch

Ich hatte das folgende am 5. März 2008 in mein Online-Notizbuch getippt - und dann wieder vergessen:

Viele, zu viele Menschen wollen es nicht wahrhaben, aber dieses Jahrhundert wird eher ein Fahrrad-Jahrhundert als ein Auto-Jahrhundert. Die Öl- und Gasvorräte der Welt gehen zur Ende, unerbittlich (auch wenn immer wieder was gefunden wird: machen Sie sich nichts vor!). Eigennützig wie wir sind, werden wir nachfolgenden Generationen auch nichts davon übrig lassen.

Bevor Sie denken, ich will hier nur lamentieren: ich sehe darin eine Chance. In der nahen Zukunft schon werden die Länder, Gemeinden und Städte zu den Gewinnern gehören, die ohne Öl und Gas florieren.

Fortbewegung ohne Auto, Leben ohne unnötige Fortbewegung. Busse, LKWs und Züge, die mit alternativen Brennstoffen fahren. Verzicht auf PKW. Umgestaltung der Region, kleinteiliger, Tante-Emma-Laden um die Ecke.

Telefonischer Rückruf

Ihr Rückruf-Wunsch wird an Manfred Rebentisch gesendet.